Brauchtum in Österreich ‚Krampus‘ hinter den Kulissen: Maske

Am Wochenende war Lu für einen Österreichischen Brauchtum, den Krampus, unterwegs. Dieses mal waren sie beim „Loafenschnitzer“. Das ist der, der die Maske, also die Köpfe, für einen Krampus schnitzt.

Was ist ein Krampus?

Krampuse sind Gestalten, welche mit dem Nikolaus umherziehen. Der Nikolaus beschenkt die braven und artigen Kinder, der Krampus „bestraft“ die unartigen Kinder mit seiner Rute. Der Brauch entstand etwa im 16. Jahrhundert und ist in Österreich, Bayern und in Teilen von Ungarn, Slowenien und der Slowakei verbreitet.

So kommt man zu einer Maske

Etwa ein Jahr, bevor man die Maske in der Hand halten will muss sie bestellt werden. Dafür sucht man sich Masken, bei uns auch Loafen genannt, zusammen welche einen gefallen und geht damit zum Schnitzer. Es werden Details wie Hörner, Fell, Farbe und Holz besprochen und danach beginnt die Arbeit des Schnitzers. Kurz bevor die Masken abgeholt werden, besuchten sie ihn noch einmal um den Fortschritt zu sehen und letzte feine Details zu besprechen. Es gibt unglaublich viele Arten von Masken. Die ganz alten Traditionellen, welche noch aussehen als wären ganz viele Kartoffeln zusammengeklebt worden mit Augen drinnen. Dann ganz moderne, welche unserer Meinung nach nur mehr wenig mit Brauchtum zu tun haben, da sie sehr Zombiehaft aussehen. Dort geht es über offene Wunden, leuchtende Augen in allen Farben des Regenbogens bis hin zu Effekten bzw. Animationen der Maske. Der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt.

Der Beginn

Beginnen tut der ganze Prozess mit einem Stück eines Baumstumpfs. Aus diesem Baumstumpf wird die komplette Maske geschnitzt.

Holzblock für eine Krampusmaske

Die Maske nimmt Gestalt an

Nach einiger Zeit nimmt die Maske Gestalt an. Davor hat man bereits besprochen wie man diese ungefähr haben möchte um nicht komplett überrascht zu werden und einem die Maske garnicht gefällt.

Krampusmaske während des Herstellungsprozesses

Fertigstellung

Nun wurden noch Hörner und Fell angebracht und die Maske ist fertig.

Fertige Krampusmaske vom Maskenschnitzer Metzger

Am Ende hat man eine fertige Loafe in der Hand welche bereit für den Einsatz ist. Damit ist aber der Krampuss noch nicht komplett. Es fehlen noch das Fell für den Körper und die Rute. Natürlich möchte man den Krampus auch wo ausführen. Dafür gibt es eigene Krampusläufe bei uns. Es können ja nicht alle mit dem Nikolaus mitgehen, da dies viel zu viele wären für einen Nikolaus.

3 Replies to “Brauchtum in Österreich ‚Krampus‘ hinter den Kulissen: Maske”

  1. Sehr interessanter Beitrag! Als Kind habe ich mich vor dem Krampus immer gefürchtet 😀

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

    1. Ich fürchte mich auch immer noch sehr.
      Ist manchmal eine echte Herausforderung.
      Lu geht darin aber vollkommen auf. Das ist wiederum echt schön.

    2. Ich fürchte ich immer noch.
      Das ist oft nicht wirklich angenehm dann Ende November alleine nach Hause zu gehen wenn überall welche herumlaufen.
      Lu geht darin aber voll und ganz auf. Das ist auf der anderen Seite wieder schön.
      LG

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